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FRÜHER UND HEUTE #5: Von der „Erziehungseinrichtung“ zur psychiatrischen Fachklinik
Repro eines Leserbriefes von 1977, abgedruckt im Hammer Stadt-Anzeiger.

1977, zwölf Jahre nach Eröffnung des neuen Gebäudes an der Heithofer Allee, hatte die Klinik keinen leichten Stand in der Bevölkerung. Mit diesem Leserbrief versuchte Dietmar Gött, damals einer der Klinik-Pädagogen, den vielen Kritikern klarzumachen, dass in Hamm keine Strafanstalt entstanden war, sondern eine Erziehungseinrichtung. Sie hatte die Aufgabe, Kindern und Jugendlichen mit krimineller Vergangenheit zu helfen, die aus oft schwierigen familiären Situationen kamen. Da es weiterhin zu Zwischenfällen kam, wurden Schuldzuweisungen an die Klinik in lokalen Zeitungen wie dem Hammer Stadt-Anzeiger laut.

Repro eines Leserbriefes von 1977, abgedruckt im Hammer Stadt-Anzeiger.

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Diese Situation hat sich heute stark verändert. Die Klinik ist zum einen  keine „Erziehungseinrichtung“ mehr, sondern eine der größten Fachkliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Deutschland. Zum anderen hat sich auch die Wahrnehmung  in der Bevölkerung zum Positiven gewandelt. Die Aufgaben der Klinik und deren fachliche Expertise sind heute weit komplexer und vielfältiger als vor 38 Jahren. Im Mittelpunkt des therapeutischen Konzeptes steht, das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen wieder herzustellen. Hoch qualifizierte Psychiaterinnen, Therapeuten und Pflegerinnen setzen sich tagtäglich dafür ein, stets anhand der neuesten Forschungsergebnisse, die in die Behandlung mit einfließen. Das tiefe Verständnis der Fachleute für die individuelle Störung der Patientinnen und Patienten entsteht auch dadurch, dass sowohl die aktuelle Lebenssituation als auch die Persönlichkeit der Patienten oder des Patienten und das soziale Umfeld berücksichtigt werden.