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SCHWERPUNKTE #4 (1/2): Psychiatrische Therapien
Eine junge Frau füllt ein Stimmungsprotokoll aus. Man sieht nur die Hand und das Papier.

Jeder Mensch ist Teil eines komplexen Systems. Das ist die Grundannahme aller Therapiekonzepte in der LWL-Uniklinik Hamm. Die Therapeutinnen und Therapeuten beziehen den Einfluss der Familie, der Freunde, des schulischen oder beruflichen Umfeldes in die Behandlung der Patientinnen und Patienten mit ein. Diese Gesamtschau hilft, zu entscheiden, welche Therapiekombinationen für welche Kinder und Jugendlichen die richtigen sind. Angepasst an Alter, Situation, Umfeld und das Störungsbild wird ein individuelles Behandlungskonzept zusammengestellt, das aus mehreren, sich ergänzenden Bestandteilen besteht.

Ein sehr wichtiger Baustein ist die psychotherapeutische Behandlung, in der die Ärztinnen und Therapeuten zusammen mit den Patienten und ihren Familien Strategien für die Bewältigung ihrer Probleme erarbeiten. Diese Therapieformen werden in Hamm durch die Fachtherapien ergänzt, zu denen z. B. die Psychomotorik zählt (lesen Sie dazu hier mehr).

Die wahrscheinlich bekannteste psychotherapeutische Therapieform ist die klassische Verhaltenstherapie. Unter diesem Begriff versammelt sich ein ganzes Spektrum verschiedener Methoden. Allen gemeinsam ist aber die Annahme, dass Menschen umlernen können, also in der Lage sind, bestimmte Denk- und Verhaltensmuster zu verändern. Das Ziel dieser Therapieform ist es, den Patientinnnen und Patienten dabei zu helfen, die Gründe für ihre Erkrankung besser zu verstehen und ihnen Strategien an die Hand zu geben, mit denen sie ein neues Verhalten einüben und ihre psychischen Probleme idealerweise nach und nach überwinden können.
In Hamm kommen je nach Patientin oder Patient und Krankheitsbild auch tiefenpsychologisch-fundierte Ansätze zum Einsatz, in denen stärker auf unbewusste Prozesse geschaut wird. Die Psychoedukation wiederum klärt die Patientinnen und Patienten genau über ihre Erkrankung und deren Besonderheiten auf, was zum Beispiel Rückfälle vermeiden helfen kann.

Eine weitere Therapieform in Hamm ist die dialektisch-behaviorale Therapie, kurz DBT. Sie wird erfolgreich bei Jugendlichen mit schweren Störungen der Emotionsregulierung eingesetzt. Am Freitag stellen wir diese Therapie mit einem ausführlichen Beitrag hier im Blog vor.

Darüber hinaus gibt es in Hamm übrigens noch einige weitere Ansätze zur Therapie von Kindern und Jugendlichen, die Sie auf der zentralen Website der Klinik nachlesen können.